HENNER-HENKEL-GEDÄCHTNISTURNIERE
Ein Jahr später - 1962 - erfolgte die Namensgebung „Henner-Henkel-Anlage“ und am 12. Juli 1963 wurde das erste Turnier durch den Vorsitzenden der BSG Medizin, Johannes Neubert, und den Sektionsleiter Dr. Eberhard Paerschke feierlich eröffnet.
Unter den Ehrengästen konnte auch die Mutter Henner Henkels, Frau Margarete Henkel, begrüßt werden. Die Leitung des Turniers lag in den Händen von Walter Linke, dem damaligen DDR Spitzenspieler Kurt John, der einige Jahre bei der BSG Medizin trainiert und gespielt hat sowie Kurt Büchel und Gerhard Paetzold.
Viel hatten sich die Gastgeber vorgenommen. Alle fünf Konkurrenzen (Einzel, Doppel und Mixed) wurden ausgetragen, eine Spielweise, die bis in die 80er Jahre beibehalten wurde. Bis 1983 wurde Mixed und bis 2001 (nicht jedes Jahr) Doppel gespielt .Für die Spitzenkräfte war das eine Herausforderung, denn sie ließen es sich in der Regel nicht nehmen, alle Konkurrenzen mitzuspielen und konnten so im besten Falle dreimal bis zum Finale vordringen.
Auch wenn die Turnierleitung mit den fünf Konkurrenzen viel Arbeit hatte und des Öfteren ins Schwitzen kam, hatte es den Vorteil, dass bis zum letzten Turniertag viele Spieler im Rennen blieben.
Die ersten Sieger des Turniers waren die aus Erfurt stammende Hella Vahley und Konrad Zanger, der damals unter dem Namen die „Vier Musketiere“ mit Werner Rautenberg (ebenfalls ein Erfurter), Horst Stahlberg und Peter Fährmann spielte.
In den 60er und 70er Jahren konnte eine starke Beteiligung von DDR Spitzenspielern sowie Spielern aus der CSSR, aus Ungarn und Polen verzeichnet werden. Es gab wohl kein Turnier in der DDR, in dem Damen und Herren spielten und darüber hinaus alle fünf möglichen Konkurrenzen ausgetragen wurden. Zu den
erfolgreichsten Spielern in dieser Zeit zählten Brigitte Hoffmann, Hella Riede, Ivan Chretek, Thomas Emmrich, Werner Rautenberg und Knut-Michael Meisel, die alle Gäste des Jubiläumsturniers im Jahre 2005 waren.
Auch in den 80er Jahren waren die Spitzenspieler der DDR meist vollständig vertreten. Erfolgreich waren hier insbesondere Uli Grundmann, Dietrich Schirrmann, Gunter Wehnert, Heidi Vater (war bis vor kurzem eine sehr erfolgreiche Fußballtrainerin der Damen des Bundesligisten USV Jena), Ulrike Apel, Christine Wagner oder auch aus dem damaligen Bezirk Erfurt Ines Schwarz, Christel Leder, Knut-Michael Meisel und Christine Paetzold.
In den 90er Jahren und danach bis heute setzten Andrej Samets, Michael Sramko, Sven Wiechmann, Jan Marcinkowski, Turnierliebling Pavel Yakunin und eine Reihe weiterer Spieler bei den Herren sowie vor allem Gabriela Vesela bei den Damen mit vier Siegen die Akzente. Erfreulich für den Gastgeber war der überraschende Sieg von Anja Herrmann im Jahr 2007.
Als Veranstalter freuen wir uns ganz besonders, dass seit 1993 die Tochter Henner Henkels, Frau Ulla Dorrer aus Ruhpolding Gast des Turniers ist und nun schon traditionell zum Abschluss gemeinsam mit dem Vorsitzenden des TC Erfurt 93 die Siegerehrung vornimmt.
